Oxytocin-Hormon, auch bekannt als Liebeshormon, macht Paare klebrig, wie kommt es?

Wer hat gesagt, dass es keine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt, wie Liebe entsteht? Tatsächlich gibt es in Ihrem Körper einen Liebesregulator, der als das Hormon Oxytocin bekannt ist. Oxytocin ist ein Hormon, das eine Rolle im Fortpflanzungssystem, bei der Geburt, beim Stillen, bei sozialen Interaktionen und im Verhalten einer Person spielt. Die Oxytocinmenge erhöht sich, wenn Sie mit Menschen interagieren, die Ihnen wichtig sind, wie zum Beispiel Umarmungen oder Sex. Deshalb wird Oxytocin auch oft als „Liebeshormon“ bezeichnet.

Welche Rolle spielt dann das Hormon Oxytocin in Ihrer Liebesbeziehung? Hier ist die Erklärung.

Wie beeinflusst das Hormon Oxytocin romantische Beziehungen?

Wenn das Hormon Oxytocin produziert wird, beeinflusst es Ihr kognitives und emotionales Verhalten. Wenn dieses Oxytocin erscheint, fühlen Sie sich normalerweise entspannt, emotional stabiler und weniger ängstlich. Eine Studie in der Zeitschrift Psychopharmakologie fanden sogar heraus, dass Oxytocin Vertrauen, Wärme und Freundlichkeit in einer Beziehung hervorrufen kann.

Darüber hinaus ist Oxytocin ein Bestandteil der Gehirnchemikalie, mit der Sie sich an emotionale Situationen anpassen können. Zum Beispiel, wenn Sie sexuelle Aktivitäten mit einem Partner haben. Dieses Hormon, das von der Hypophyse produziert wird, erhöht die sexuelle Erregung und sorgt dafür, dass Sie sich beim Sex näher bei Ihrem Partner fühlen.

Interessanterweise zeigte eine ähnliche Studie aus dem Jahr 2013, dass Oxytocin die männliche Treue zu ihren Partnern erhöhen kann. Dieses Liebeshormon erhöht die Aktivierung des positiven Feedbacksystems im Gehirn. Tatsächlich nimmt die positive Wahrnehmung des Aussehens des Partners durch Männer zu, sodass er denkt, dass sein Partner attraktiver ist als andere Frauen.

Durch seine verschiedenen Wirkungen hilft Oxytocin, eine starke emotionale Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Partner aufzubauen. Die dabei entstehenden positiven Emotionen helfen, diese Bindungen zu stärken und langfristige Verbindungen zu schaffen. Dies ist einer der Gründe, warum Paare, die viele Jahre zusammen verbracht haben, für immer bestehen können, obwohl sie nicht mehr den Überfluss der Liebe spüren wie bei der ersten Begegnung.

Die Auswirkungen, wenn die Menge des Oxytocin-Hormons nicht normal ist

Dieses Liebeshormon wird nur ausgeschüttet, wenn der Körper einen Reiz erhält, auch bekannt als Stimulation. Zum Beispiel stimulieren Uterusmuskelkontraktionen während der Wehen die Produktion von Oxytocin. Dieses Hormon erhöht dann die Häufigkeit und Intensität der Uterusmuskelkontraktionen und erleichtert die Geburt. Ein ähnlicher Mechanismus tritt auf, wenn Sie mit Ihrem Partner interagieren.

Eine unausgewogene Menge des Hormons Oxytocin kann jedoch auch gesundheitliche Probleme verursachen. Eine zu hohe Menge an Oxytocin-Hormon kann dazu führen, dass die Prostata größer wird und anschwillt. Obwohl gutartig und harmlos, kann diese vergrößerte Prostata Männern das Wasserlassen erschweren.

Gleichzeitig hemmt das zu niedrige Hormon Oxytocin den Milchauswurfreflex in der Brust und wird angeblich mit der Entstehung von Depressionssymptomen in Verbindung gebracht. Der Zusammenhang zwischen Oxytocin und depressiven Symptomen ist in vielen Studien nicht belegt. Diese Ergebnisse bedürfen also noch weiterer unterstützender Forschung.

Oxytocin ist ein wichtiger biologischer Faktor für die Aufrechterhaltung einer herzlichen Beziehung, aber das Liebeshormon ist nicht der einzige Faktor für die Harmonie Ihrer Beziehung zu Ihrem Partner. Es gibt so viele Faktoren, die es beeinflussen können, und diese Faktoren können für jedes Paar unterschiedlich sein.

Gute und effektive Kommunikation spielt nach wie vor eine wichtige Rolle für eine harmonische Beziehung. Bauen Sie gesunde Beziehungen auf, indem Sie sich gegenseitig Aufmerksamkeit und Respekt schenken. Gehen Sie mit Konflikten richtig um, damit sie sich nicht in die Länge ziehen. Bedanken Sie sich auch bei Ihrem Partner für die positiven Dinge, die er gegeben hat.